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Australiens Ostkueste – Roadtrip Teil I – Deutsch

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Seit Anfang Juli befinde ich mich auf Reisen. Von daher wurde es auch still um Ahoi Sophie: Wenig Zeit und wenig Internet hielten mich davon ab euch auf dem Laufenden zu halten. Allerdings habe ich fleißig Tagebuch geschrieben mit Tipps und Erfahrungen, die ich teilen möchte. Die Reiseplanung war ziemlich zeitintensiv. Ich habe meine Klausuren vernachlässigt, um die besten Preise zu schießen und um die Destinationen hin und herzuschieben. Hier ist sie nun, meine komplette Route im Überblick.

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Dieser Post erzählt von den ersten Tagen an der Ostküste – ein Video folgt, ich habe jetzt schon 3h Videomaterial, dass nur darauf wartet geschnitten zu werden… Ich freue mich auf Fragen, Kommentare, Anmerkungen und sende euch bis dahin liebe Grüße aus Sydney!

Liebst
Sophie

Tag 1-2 BRISBANE

Meine Schwester Melli kommt in Brisbane an. Um den Jetlag zu bekämpfen gab es nur ein Mittel: Shopping. 10 Minuten vom Flughafen entfernt und mit einem kostenlosen Bus  Shuttle erreichbar liegt das DFO Brisbane, das Direct Factory Outlet. Hier gibt es Waren von Ripcurl, Billabong, Levis, Volcom, Converse, Vans und vielen weiteren Marken zu stark reduzierten Preisen. Auf dem Weg nach Haus machten wir noch einen kurzen Walk durch die Queen Street der Haupteinkaufsmeile in Brissi, bevor die Müdigkeit Melli ins Bett zwang. Die Stadtführung wurde von daher an Tag 2 fortgesetzt. Es ging los mit einer Runde über den Unicampus auf dem wir uns bei Boost Juice einen Smoothie gönnten. Gestärkt wurde von dort aus die Fähre genommen, 1.5h an Southbank und an Brisbanes Skyline vorbei bis hin zu Brett’s Wharf, einem süßen kleinen Hafen. Dort findet von Fr-So der Eat Street Market statt, ein Schlemmerparadies auch für den kleinen Geldbeutel. Hier erwarten einen zahlreiche Schiffscontainer, jeder einzelne birgt wahre Leckereien aus allerlei Länder. Für uns gab es an diesem Abend japanische Okonomiyaki, ungarische Langos, eine Tomatensuppe und Churros. Man wird aber auch gut von all den Probierhäppchen satt.

  • Shop: DFO Brisbane + Queen Street
  • Eat: Boost Juice (Green Tea Mango Mantra) + Eat Street Markets
  • Do: Fährentour (mit der blauen Go-Card für 4$), aussteigen beim North Quay fürs CBD, Southbank für einen Spaziergang und Brett’s Wharf für Dinner auf dem Eat Street Market
  • Stay: X-Base Central

Tag 3-4 AIRLIE BEACH

Zusammen mit Gina sind wir dann für knapp 60$ mit Jetstar nach Hamilton Island geflogen. Von hier aus nahmen wir die mit 48$ recht teure Fähre nach Airlie Beach – allerdings lohnt sich die etwa einstündige Fahrt, es gibt keinen besseren Start in diese Region als das strahlend türkis-blau Meer vom Deck aus zu bewundern.  Eine erste Runde wurde durch das recht überschauliche Airlie gedreht, bevor im Hostel eingecheckt, im nahegelegenen Woolworth eingekauft und dann gekocht wurde. Wir probierten uns an den Okonomiyakis. Am darauffolgenden Tag schlossen sich Malte und Katja unserer Gruppe an. Der Tag begann mit einem Frühstück auf dem Sonnenbalkon des Hostels.

Wir schlenderten durch die örtlichen Geschäfte und ließen uns gemütlich am Strand von der Sonne wärmen. Ein Softeis von McDonalds gab es zur Abkühlung, denn das kostet in Australien bloß unschlagbare 30 cent. Airlie Waterfront Backpackers ist alles in allem ein ganz nettes Hostel.

Tag 5-7 WHITSUNDAY ISLANDS

IMG_1642Durch meinen dänischen Freund Stefan kamen wir an die private Nummer des Kapitäns der Eureka II, einem Rennsegelschiff, das abseits der Rennsaison Segeltouren durch die Whitsunday Islands anbietet. Für drei Tage und zwei Nächte wurde die Eureka II unser zu Hause. Wir segelten mit Mal, dem Kapitän, seinem Assistenten Chris, einer dreiköpfigen irischen Familie und Oystain aus Norwegen sowie Fallon aus Australien. Anfangs skeptisch, ob das Leben auf dem Boot nicht zu schaukelig werden würde, wurde ich schnell eines besseren belehrt. Die Zeit auf dem Wasser war das absolute Highlight meiner Reise! Mal und Chris haben alles so organisiert, dass diese drei Tage unvergesslich für uns wurden. Auf vielen anderen Booten wird man als Tourist abgefertigt, nicht so auf der Eureka.

The Eureka II

The Eureka II

Hier wurde auf unsere persönlichen Wünsche Rücksicht genommen und die Atmosphäre auf dem Boot war einfach sehr angenehm. So durften Melli und Malte gleich am ersten Tag die Segel setzen, so dass wir zum ersten Schnorchelspot mit teilweise 16 Knoten fahren konnten. Hier durfte sich jeder so viel Zeit nehmen, wie es ihm lieb war. Sobald man genug Eindrücke von leuchtenden Korallen und Fischen gesammelt hatte und zurück ans Deck wollte hob man den Arm und wurde sogleich abgeholt. Das gleiche galt für unsere Aufenthalte am Strand. Andere Boote fahren ihre Gäste zum berühmten Whitehaven Beach und sammeln sie dann eine Stunde später wieder ein. Wir hatten den gesamten Vormittag Zeit, den Traumstrand ohne jegliche andere Touristen zu erkunden, bis wir abermals die Hand hoben, um zurück zum Boot gefahren zu werden, wo wir mit Lunch versorgt wurden. Abends kochten uns Mal und Chris Honey Soy Chicken oder auch Lasagne. Zum Frühstück gab es frischen Obstsalat, Müsli und das obligatorische australische Toast. Und zwischendurch wurde ständig der Wasserkessel aufgesetzt, für Tee, Kaffee oder Kakao und dazu Kekse oder andere süße Snacks. Mal weiß wie er seine Gäste glücklich macht. Nicht umsonst, ist sein Spitzname ‚Captain Quality‘. Während der Reise sahen wir Wale, Delphine, Schildkröten und ein 7:1 zwischen Deutschland und Brasilien (die Eureka ist das einzige Schiff mit TV-Empfang). Ich kann diesen Trip jedem wärmstens ans Herz legen und bin mir eigentlich auch sicher, dass ich irgendwann nochmals mit der Eureka II zur See stechen werde. Aus mehreren Quellen weiß ich, dass die Eureka II das beste Boot im Hafen von Airlie Beach ist und Mal ist einfach ein sehr sympathischer Kerl ist, der ein wahrliches Interesse daran hat seinen Gästen eine gute Zeit zu bescheren.

  • Do: Besser kann man 375$ nicht investieren! Ich vermittle euch gern persönlich an Mal weiter, so dass ihr die Buchungsgebühr der Reiseagenturen spart (150$!). Außerdem spart ihr euch dann das Hostel in Airlie, Mal lässt euch mit Freude einen Tag vorher oder auch nachher auf dem Boot schlafen!

Tag 8 TOWNSVILLE

IMG_2196Zurück auf dem Land trennten sich die Wege. Malte flog zurück nach Brisbane und Katja schloss sich Rikke und Thomas aus Dänemark zum weiteren Reisen an. Gina, Melli und ich derweil mieteten uns mit Alex und ihrer Schwester Isabelle ein Auto um unseren Roadtrip zu starten. Wir fuhren morgens los, um nachmittags in Townsville unseren ersten Zwischenstopp zu machen. Hier checkten wir in unser Hostel ein, um dann den Sonnenuntergang auf Castle Hill zu genießen. Wer früh genug losgeht, läuft den örtlichen Berg eine Stunde lang hoch und wird dann mit einem wunderbaren 360 Grad Ausblick belohnt. Da wir den Sonnenuntergang nicht rechtzeitig mitbekommen hätten, nahmen wir jedoch das Auto, was auch wunderbar funktionierte. Townsville ist bekannt für tolle Strände und natürlich Magnetic Island. Allerdings hatten wir nicht genügend Zeit und da wir davor bereits viele tolle Strandtage in den Whitsundays verbracht hatten entschieden wir uns dazu unsere Reise am nächsten Morgen Richtung Cairns fortzusetzen. Das Civic Hostel war übrigens wunderbar. Soweit ist dieses Hostel das Beste, in dem ich übernachtet habe. Große Zimmer mit eigenem Bad und Kühlschrank, sehr sauber, eine überragend ausgestattete Küche, ein Gemeinschaftszimmer mit einer großen Auswahl an Spielen und nettes Personal machen das Civic Hostel aus. Und das zu einem grandiosen Preis von $23/Nacht.

Tag 9 JOURAMA FALLS & MISSION BEACH

IMG_2351 - KopieAuf dem Weg nach Cairns entschieden wir uns zwei weitere Zwischenstopps zu machen. Der erste führte uns zu den Jourama Falls. Abgesehen von den „schönsten Plumpsklos die ich je gesehen habe“ (Zitat Gina) gibt es hier einen wunderbaren Hike zum Lookout der Falls sowie die Möglichkeit im eiskalten Wasser ein Bad zu nehmen. Unbedingt empfehlenswert! Der zweite Stopp wurde in Mission Beach gemacht, einem kilometerweiten Sandstrand von Palmen gesäumt. Wer kann übernachtet hier eine Nacht! Wir konnten nur kurz unsere Füße in das zu den Falls vergleichsweise warme Wasser tippen, bevor die Autofahrt mit teilweise atemberaubender vorbeiziehender Landschaft fortgesetzt wurde. Im Dunkeln erreichten wir dann unser Hostel in Cairns.

 

  • Stay: Wenn möglich eine Nacht in Mission Beach
  • Do: Baden in den Jourama Falls

Tag 10-12 CAIRNS, PORT DOUGLAS & DAINTREE

Kaum in Cairns angekommen, verließen wir das Örtchen am nächsten Tag wieder und fuhren in Richtung Daintree Rainforest. Wir machten einen Hike auf dem Mossman George. Anfangs beeindruckt von der Diversität des Regenwaldes wurde der Hike nach 15 Minuten recht unspektakulär. Bäume halt. Nicht falsch verstehen, ich bin ein Baumliebhaber, aber zwei Stunden durch das grün über touristenvorgefertigte Pfade zu laufen ist dann doch nicht so prickelnd. So fuhren wir weiter zum Daintree River, um eine Crocodile Tour zu machen. Für $20 ging es auf ein kleines Boot und dann schipperten wir den Fluss gefühlte 5m rauf und wieder runter. Zwar sahen wir auch drei Krokodile, aber ob es das wert war, da bin ich mir selbst noch nicht so sicher. Irgendwie doch Touristenabfertigung Also ging es wieder ins Auto, um Port Douglas anzusteuern. Hier wurden wir Zeuge von mehreren Hochzeiten im Sonnenuntergang. Port Douglas ist einfach ein total süßes Städtchen.

IMG_2426 - KopieAm nächsten Tag beschlossen wir Kuranda einen Besuch abzustatten. Kuranda ist ebenfalls ein kleines Dörfchen, situiert auf einem Berg. Hinauf fuhren wir mit der Skyrail, einer Gondel mit fantastischem Blick über den Regenwald. Anfangs noch meiner Höhenangst ausgesetzt, wurde ich immer faszinierter vom Ausblick, so dass ich zum Ende hin die Fahrt sogar genoss. In Kuranda schlenderten wir über den Markt und ich kaufte mir eine Opal Kette, die dort der Rennerartikel ist. Da an dem Tag mein Geburtstag war, gönnte ich mir selbst ein Geschenk. Hinunter fuhren wir dann mit einer historischen Eisenbahn. Wieder in Cairns angekommen, fanden wir endlich die Zeit uns die Stadt anzusehen und gingen zum Nightmarket an der Esplanade. Hier gab es Souvenirs, Schmuck, Kleidung und Essen. Melli und ich kauften uns eine Seafood Box auf dem Nightmarket. Für $14 bekommt man eine halbwegs große Box, die man sich dann selbst mit verschiedenen Sachen befüllen konnte.

In dieser Nacht fuhren wir auch zum Flughafen, da unser nächster Flug um 2 Uhr morgens ging. Kurz zum Hostel: Wir blieben im Nomads Cairns und machten nur schlechte Erfahrungen. Hygiene wird leider nicht groß geschrieben und das Personal an der Reception besteht nur aus Backpackern, die langsam oder gar nicht arbeiten und gerne mal den Überblick verlieren. Wir buchten unsere Skyrail Tour über den MAD Travel Desk und die Olle am Schalter hatte überhaupt keinen Plan, so dass wir für einfache Tickets 45 Minuten an diesem Schalter verbringen mussten und sich später herausstellte, dass sie die falschen Tickets gebucht hatte. Sorry, aber entweder bietet man den Service an und stellt kompetentes Personal hinter den Tresen, oder man lässt es. Außerdem gibt es zwei Nomads in Cairns. Wir waren in der Lake Street, was ziemlich abgelegen vom Centrum liegt. Also wenn möglich: Hier nicht übernachten!

  • Stay: Auf dem Weg nach Cairns sahen wir ein Schild zu einem Treehouse hostel. Klingt ganz nice, ist auf jeden Fall besser als das Nomads.
  • Shop: Opal Ketten in Kuranda
  • Eat: Seafood Box beim Nightmarket
  • Do: Skyrail, Nightmarkets

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2 Comments

  • Reply
    Australia's East Coast - Roadtrip Part I - English | Ahoi Sophie!
    July 28, 2014 at 3:44 am

    […] Deutsche Version […]

  • Reply
    Melbourne, Sydney, Byron Bay - Roadtrip Teil II - Deutsch | Ahoi Sophie!
    August 24, 2014 at 9:02 pm

    […] Teil 1 schon gelesen? Die Reise startet bei Tag 1-12 von Brisbane über Airlie Beach, Whitsundays, Townsville bis Cairns. […]

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