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Melbourne, Sydney, Byron Bay – Roadtrip Teil II – Deutsch

Anhang 4 (2)

Teil 1 schon gelesen? Die Reise startet bei Tag 1-12 von Brisbane über Airlie Beach, Whitsundays, Townsville bis Cairns.

Tag 13-15 MELBOURNE

Summerfeeling

Summerfeeling @ St. Kilda

Um zwei Uhr morgens saßen Melli und ich dann wieder im Flieger, um um fünf im 10-Grad kaltem Melbourne zu landen. Leider verrechnete ich mich in meiner Reiseplanung gewaltig: Ich ging fest davon aus, dass das WM Finale am 13.07. gespielt werden würde, vergaß jedoch dies auf die australische Zeit zu übertragen. So steckten wir die erste Halbzeit am Flughafen fest. Fix den Koffer geholt, fuhren wir dann direkt ins Hostel. Auf dem Weg hielt uns JenX über jedes Ereignis auf dem Fußballfeld auf dem Laufenden. Endlich angekommen setzen wir uns schnurstracks in die Bar und konnten dann die Geschichte des 4. Sterns mit 30 anderen Deutschen auf der Großleinwand miterleben. Als alles entschieden war leerte sich die Bar und Melli und ich blieben völlig fertig auf den Couches liegen, da die Müdigkeit sich wieder meldete und unser Check-In erst um 2 Uhr nachmittags angesetzt war. #backpackerslife. Glücklicherweise fand uns die Hostel Managerin und veranlasste, dass wir bereits um 8 Uhr morgens einchecken durften. Ohne Wecker schliefen wir dann selig in den erstaunlich bequemen Hostelbetten bis 2.

Nach dem erholsamen Schlaf wagten wir uns auf Melbournes Straßen und erkundeten die Umgebung. Das Nomads Melbourne liegt sehr zentral, so schlenderten wir durch die Einkaufsstraßen bis unsere Füße weh taten und wir uns in den City Circle setzen, einer kostenlosen (und zum Teil leider völlig überfüllten) Straßenbahn. Diese fährt die äußeren Punkte des CBDs ab und gibt einen guten ersten Eindruck der Straßen.

IMG_2674Wer Melbourne näher kennen lernen möchte nimmt an einer der I’m Free Stadttouren teil. Nachdem wir am nächsten Morgen dem Queen Victoria Market einen Besuch abstatteten (günstiges Obst und Gemüse und allerlei Klamotten und Souvenirs), begaben wir uns um 10.30 am zur Staatsbibliothek und trafen Mat in seiner knallgrünen Tourguide Jacke, sowie eine Hand voll weiterer Touristen, die an der Tour teilnahmen. Mat führte uns zu Fuß etwa zwei ein halb Stunden durch Street Art gefüllte Gassen, durch die verschiedenen Viertel Melbournes und bereicherte uns mit Anekdoten und Geschichten über die Entstehung der Stadt. Die Tour ist komplett umsonst, am Ende gibt jeder so viel wie er mag. Am selben Tag kauften uns Melli und ich noch eine myki, mit der wir die öffentlichen Transportmittel Melbournes nutzen durften. So fuhren wir nach St. Kilda, einem netten Stadtteil Melbournes mit einer sehr schönen Strandpromenade. Der Wind der uns um die Ohren wehte und die grauen Wolken führten in manchen Momenten dazu, dass man sich wie an der Elbe in Hamburg fühlte. Wir stoppten in einem fein aussehenden Tortenladen, um uns einen Vanilla Slice und ein Stük Caramel Chocolate Sensation zu gönnen. Mein nachträglicher Geburtstagskuchen. Die 5.30 pro Slice konnten sich geschmacklich leider nicht rechtfertigen. Abends kehrten wir ins Hostel zurück, um uns für mein verspätetes Geburtstagsdinner verhältnismäßig gut herauszuputzen (wir beide teilen uns gefühlt drei Outfits, da wir uns einen Koffer teilen, also blieb da nicht viel Auswahl). Am vorherigen Tag stießen wir aus Zufall auf die Hardware Lane, einer süßen kleinen Straße mit sehr netten Restaurants. So kehrten wir zu der besagten Straße zurück und ich suchte mir das VONS aus, wo wir uns die Seafood Platte für zwei bestellten. Für $50 wurden uns Lachs, Garnelen, Austern, Muscheln, Tintenfisch, Calamaris und Rosmarinkartoffeln aufgetischt, dazu gab es zwei Gläser Hauswein aufs Haus (mit ein wenig Charme J). Für $10 bekamen wir dann noch ein Entrée und ein Dessert dazu. Ein wirklich schöner Abend – der einzige Nachteil war, dass das Essen schnell kalt wurde.

Den nächsten Tag verbrachten wir dann spontan in Fitzroy, dem hippen Viertel Melbournes. Hier fanden wir neben vielen Outlet Shops, originelle Vintage Läden, kleine Designer Boutiquen und supercoole Cafés. Wir liefen die gesamte Brunswick Street sowie die Smith Street entlang und ließen uns mittendrin im Black Cat in der Brunswick Street nieder, um einen Flat White für Melbourne-faire $3.50 zu genießen – sehr empfehlenswert! In derselben Straße fanden wir in vielen kleinen Läden wirklich schöne Dinge. In der Smith Street fanden wir dann noch mehrere Outlets. Leider durften wir uns nichts kaufen, da unser Koffer bereits voll ist. Wir haben es dann aber doch getan und leiden jetzt an akutem Platzmangel. Und plötzlich war es dann schon abends – in Fitzroy lässt es sich gut verweilen!

IMG_2659Am Donnerstag Morgen checkten wir im Hostel aus und statteten dem Australian Centre for the Moving Image (ACMI) einen Besuch ab. Die kostenlose Ausstellung über die historische Entwicklung des Bewegtbilds  birgt Highlights wie das Erstellen eines eigenen Flipbooks, eine 360 Kamera für Bewegungsaufnahmen im Matrix-Style, Super Mario auf der Nintendo 64, aber leider noch kein Ahoi Sophie Video. Nach dem Museumbesuch sprinteten wir durch die Stadt, um uns noch schnell Mittagessen zu holen, bevor es abermals zum Flughafen ging. Während der I’m Free Tour stießen wir auf den Central Place, einer weiteren charmanten Gasse in Melbourne mit Cafés und kleinen Restaurants. Ein Café hatte Lachssommerrollen für $2 im Angebot, unbedingt mit Hoi Sin Soße probieren!

Noch kurz zum Nomads in Melbourne: Völlig negativ von unserer Nomads Erfahrung in Cairns geprägt, wurden wir im Nomads Cairns positiv überrascht. Ein sauberes Hostel, nettes Personal und Free Pancakes an Donnerstagen oder jeden Tag Reis, Nudeln und Tee für lau sowie wöchentliche Trivia Nights oder Beerpong Championships machen das Hostel ziemlich sympathisch. Außerdem ist der günstige Queen Victoria Market, ein Aldi und die Circle Line nur ein Katzensprung entfernt.

  • Shop: Vintage Shops, Designer Boutiques und Outlets in Fitzroy (Brunswick Street und Smith Street)
  • Stay: Nomads Melbourne oder Discovery
  • Eat: Hardware Lane, VONS Seafood Plate for $50, Entrée or Dessert for $5 as well as every glass of wine. If you are nice you will get the house wine for free. Central Place, $2 Summer Rolls with Salmon, Flat White at the Black Cat (Brunswick Street)
  • Do: Circle Line, Free Walking Tour, Queen Victoria Market, St. Kilda Beach Promenade, Fitzroy

TAG 16-19 SYDNEY

IMG_2760Anhang 2

 

Nach 1.5h Flug landeten wir in Sydney und wurden mit dem Taxi zu unseren Verwandten gefahren. Mama hat in Sydney einige Cousins und Cousinen, die ich zu Ostern bereits einmal besucht habe. Sie insistierten dass Melli und ich abermals bei ihnen wohnen sollten und verwöhnten uns mit übertrieben guter vietnamesischer Küche. Mal wieder war ich von der Herzlichkeit meiner Großtanten und -onkels überwältigt – ich liebe diese große vietnamesische Familie! Nach dem Frühstück wurden wir zur Bahnstation gefahren, mit Lunch eingedeckt, um den Tag dann auf eigene Faust in der Stadt zu verbringen. Am ersten Tag ließen wir uns von der Sonne im botanischen Garten wärmen, bevor ich Melli das Opera House und die Harbor Bridge zeigte. Am zweiten Tag liefen wir mit unserem Großonkel durch das vietnamesische Viertel Sydneys und probierten uns durch allerlei Köstlichkeiten. Für den dritten Tag holten wir uns einen Day Pass für $23, so dass wir unbegrenzt die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen konnten. Wir gingen zunächst auf den Markt im Stadtteil „The Rocks“ und schlenderten dann weiter zum Circular Quay, um die Fähre nach Manly zu nehmen. Die Fahrt selbst war schon beeindruckend, da vom Wasser aus die Größe der Stadt erst deutlich wird. In Manly selbst lunchten wir an der Promenade und beobachteten die zahlreichenden Surfer, die dem kalten Wetter strotzten. Auf dem Weg zurück wärmten wir uns mit einer heißen Schokolade von Josophans Fine Chocolate auf und machten einen Abbieger zum Darling Harbour sowie Paddys Market.

  • Shop: The Rocks market für individuelle Geschenke, Paddys Market für die günstigsten Souvenirs
  • Do: Manly beach mit der Ferry, Botanical Gardens
  • Eat: Kakao von Josophans Fine Chocolate
  • Stay: A loving family is the best place to stay

TAG 20-22 BYRON BAY

Anhang 4Am Montag Morgen stiegen wir dann erneut in den Flieger, um eine Stunde später in Byron Bay zu landen. Wir checkten im Backpackers Inn on the Beach ein, das einzige Hostel in Byron mit direktem Strandzugang. Und mit sehr coolen Leuten. Ich war schon zwei mal vorher im Backpackers Inn und freundete mich mit dem Surflehrer an, direkt im Hostel ist nämlich auch eine Surfschule. Ich kündigte meine Wiederkehr samt Schwester bereits an, so bekam Melli also ihre erste Surfstunde in Byron. Und eine war ihr nicht genug, sie machte auch noch den zweiten Surfkurs mit. Als wir dann zur Board-Ausleihe gingen, um nun auf eigene Faust ins Wasser zu gehen erklärte man uns offiziell für Surf-verrückt. Der Inhaber der Surfschule wurde auf uns aufmerksam und gab mir zu meinem Glück sein privates Board für lau. Von da an stürzten Melli und ich uns in die Wellen und kamen lediglich zum Essen und Schlafen aus dem Wasser. Und als Sportler achtet man bekanntlich auf seine Ernährung, daher standen Burger auf unserem Ernährungsplan. Und nicht irgendwelche, sondern die besten der Welt. Zartes Hähnchenbrustfilet auf portugiesische Art zubereitet zwischen zwei soften Brothälften, schmelzendem Käse und knackigem Salat. Dazu Fritten und ein kühles Getränk und das alles bekommt Anhang 3man dienstags für nur $10 im unscheinbarsten Straßenimbiss Byron Bays: Beloporto Burger. Empfiehl ich bei meiner letzten Byron Bay Reise noch das Nomads als Alternative zum Backpackers Inn, so muss ich mich nun korrigieren. „Das Nomads hat seine Seele verkauft“ (Zitat Jayme, Surfschulen Inhaber) und ist wirklich ein Massenhostel ohne Charme.

 

  • Do: Byron Bay Surf School
  • Eat: @Beloporto, nämlich den Hawaian Burger, dienstags im Menü für $10
  • Stay: Backpackers Inn

TAG 23-24 BRISBANE

Anhang 4 (2)Mit dem Greyhound Bus ging es dann nach unserem Surfurlaub zurück nach Brisbane, um uns auf den Heimflug vorzubereiten. Sarah und Sam überraschten uns mit einem Abschiedsessen und Nick (der ein ziemlich cooles Start-Up geründet hat: PeeP Digital) kam spontan vorbei. Am nächsten Tag machten wir noch einen Spaziergang durch Southbank, einer Parkanlage und kulturelles Zentrum Brisbanes bevor wir dann mit 58 Kilo Gepäck und zwei Rucksäcken uns abends auf den Weg zum International Airport machten. Ich konnte es nicht fassen, dass ich nun Australien vorerst verlassen würde. Und viel zu sehr vom Gefühl der Dankbarkeit überwältigt, vergaß ich die Trauer. An dieser Stelle Danke! Danke an mein Haus, an meine Nachbarn, danke an die Brissi Crew, danke, dass ihr einfach so in mein Leben geschreitet seid und es euch in meinem Herzen gemütlich gemacht habt.

Soph

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